Nach den eher niederschmetternden Ergebnissen meiner Astrofotografie-Versuche habe ich mir überlegt, warum alles so danebengegangen ist.
Als Erstes habe ich mir die Montierung vorgenommen. Ich fand es sehr ungewöhnlich,dass die Motoren so heiß geworden sind.
Nach kurzer aber intensiver Recherche wurde mir klar,dass die Montierung über 16 Jahre alt ist. Da es sich um Feinmechanik handelt, mit Getriebe, Ritzeln und Lagern, müssen diese auch geschmiert werden. Kurzerhand baute ich die Achsen der Montierung auseinander. Alles war völlig verharzt und klebrig. Mit speziellen Reinigern, einiger Zahnbürsten und etwa 6 Stunden Arbeit war ich mit der ersten Achse fertig. Alles war sauber und sah aus wie neu. Also alles wieder mit frischem Hochleistungsfett eingeschmiert und wieder zusammengebaut.
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Das Gleiche nochmal mit der zweiten Achse. Diesmal ging es deutlich schneller, aber alles in allem gingen dabei zwei Samstage drauf.
Beim Zusammenbau habe ich peinlichst darauf geachtet,dass alles passt und sehr leichtläufig blieb.
In der Zwischenzeit habe ich mich auch mit der Ausrichtung von paralaktischen Montierungen beschäftigt. (Dazu mehr in meinem nächsten Artikel)
Als alles wieder komplett zusammengebaut war, habe ich einen Testlauf gemacht. Die gesamte Nachführung lief deutlich leiser und wurde auch bei weitem nicht mehr so heiß.
Operation gelungen, Patient lebt!

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